Nov 11

Elterngeld Plus kommt im Sommer 2015

Ab Sommer 2015 sollen es die Eltern einfacher haben, Elterngeldbezug und Teilzeitarbeit miteinander zu kombinieren. Auch die Elternzeit wird flexibler, worauf sich vor allem die Arbeitgeber einstellen müssen.

Was ist neu?

1. Längere Bezugsdauer

Mit den neuen Regelungen erhalten Eltern die Chance, während er Elternzeit weiter in Teilzeit zu arbeiten und dafür mit einer doppelten Bezugsdauer von Elterngeld unterstützt zu werden. Das Plus resultiert daraus, dass für jeden Monat, den ein Elternteil während der Elternzeit in Teilzeit arbeitet, die Dauer der Elternzeit und des Elterngeldbezuges um einen Monat verlängert wird. Ein Monat Elterngeld und Teilzeit werden damit zu zwei Elterngeld Plus Monaten. Das heißt, die Eltern erhalten zwar nur die Hälfte des Geldes, dafür aber doppelt so lang. Damit kann Elterngeld Plus bis zu maximal 28 Monaten bezogen werden. Das herkömmliche Elterngeld existiert weiter – allerdings nur bis maximal 14 Monaten. Eine Kombination von Elterngeld und Elterngeld Plus ist möglich.

2. Übertragung von einem Teil der Elternzeit bis zu 24 Monaten

Neu ist auch, die Aufteilung der Elternzeit in drei Abschnitte und ein Abschnitt bis zu 24 Monaten auf das 3. und 8. Lebensjahr des Kindes zu übertragen. Bisher ist es nur möglich, die Elternzeit auf zwei Abschnitte aufzuteilen und bis zu 12 Monaten auf das 3. bis 8. Lebensjahr zu übertragen.

3. Keine Zustimmung des Arbeitgebers mehr notwendig

Der Arbeitgeber muss nicht mehr zustimmen. Die Eltern müssen die Elternzeit innerhalb einer Frist von 7 Wochen (bei Elternzeit bis zum 3. Geburtstag) und bzw. 13 Wochen (bei Elternzeit ab dem 3. Geburtstag) vorher anzeigen. Der Arbeitgeber kann den dritten Block Elternzeit zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr weiter aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen. Hier ist die Zustimmungsfiktion zu beachten: Wenn der Arbeitgeber sich nicht innerhalb von 4 bis 8 Wochen (bei Übertragung der Elternzeit nach dem 3. Lebensjahr) nach Zugang des Teilzeitantrags des Arbeitnehmer / der Arbeitnehmerin äußert, gilt die Zustimmung als erteilt!

Das Gesetz tritt zum 01. Januar 2015 in Kraft.